Stefan Saalfeld
1962 in Ingolstadt geboren
1982 - 86 Tischlerlehre in München
1987 - 93 Akademie der Bildenden Künste,
Diplom Innenarchitektur
seit 1886 Malerei – Studien bei Prof. Hans Baschang und Prof. Jerry Zeniuk
seit 1993 freie Mitarbeiten in Architektur- und Designbüros in München und Berlin (1994 -99)
seit 2005 digital erstellte Bilder
Lebt und arbeitet in München
In meinen neueren Arbeiten verfolge ich verschiedene Ansätze und Strategien der Bildentwicklung.
SCENES AND FIGURES
Die am Computer erstellten Bildwerke sind in Fragmente, Texturen, Muster und Konturen zerlegt. Die Protagonisten der Bildszenarien agieren im Netz einer nicht mehr zu fassenden Komplexität: Für sie sind die Prozesse intransparent, diese laufen simultan ab und sind aufgeladen mit Energie - in ständiger Veränderung begriffen. Festgefügtes hat seine Grenzen verloren und ist Teil umgreifender Strukturen und Zusammenhänge geworden. Das Ergebnis - ob positiv oder negativ - entzieht sich der Bewertung.
SPLINES
In den abstrakt-geometrischen Arbeiten werden komplexe räumliche Strukturen durch vielfach überlagerte Liniengeflechte definiert. Die Linien und Farbbahnen dienen nicht mehr einer Bildkomposition, sie wirken wie außer Kontrolle geraten, wild wuchernd, sich endlos reproduzierend.
REMOTE PICTURES / IMAGINATION
Kleine JEPGs aus dem Internet sind das Ausgangsmaterial dieser Bildserie. Dieses eigentlich schon virtuelle Bildmaterial wird mit einem einfachen Programm in eine Abfolge von Ziffern und Buchstaben codiert, die jedes Pixel des Ausgangsbildes beschreibt. Dieser Textcode wird zum Bildinhalt und verweist auf das entfernte Bild. Noch weiter gedacht (und ausgeführt) wird dieser Code durch eine digitale Stimme nachgesprochen. Die Titel der Bilder sind eher allgemein gehalten und engen die Vorstellung des imaginierten, ent-fernten Bildes nicht ein. Der dargestellte Bildcode wird so einerseits zum Mittler einer "eingebildeten" Bilderfahrung. Auf der konkreten materiellen Ebene hat der Betrachter die Möglichkeit sich auf ein minimalistisches, meditativ anmutendes, sehr konkretes Bild einzulassen.
"Mich fasziniert die Verschiebung von bekannten, schon abgehakten Inhalten und Bildern in eine Fremdheit, die wir noch nicht kennen, die aber vielleicht das wiederspiegelt, was wir leben, ohne es zu verstehen. Auf verschiedenen Wegen thematisiere ich Komplexität und den daraus resultierenden Verlust an Kontrolle und Einflussnahme."
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PARKOUR | Prints on Canvas
Broschüre, 16 Seiten, 14 Abbildungen in Farbe
14,8 x 21 cm; Schutzgebühr 10 EUR (incl. MWSt.)
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